Berlin, 9. Juni 2026. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant eine Lockerung der Bonpflicht. Nach einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums soll die papierhafte Belegausgabepflicht zunächst für Einkäufe bis 30 Euro entfallen und langfristig durch digitale Belege ersetzt werden. Gleichzeitig sind eine verpflichtende Einführung manipulationssicherer elektronischer Kassensysteme für größere Betriebe sowie verschärfte Sanktionen bei Kassenmanipulation vorgesehen. Hierzu erklärt der finanzpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Kay Gottschalk:
„Die geplante Lockerung der Bonpflicht ist überfällig. Die seit 2020 geltende Regelung hat Millionen unnötiger Papierbons produziert und insbesondere kleine Betriebe mit zusätzlicher Bürokratie belastet, ohne dass der Nutzen für die ehrlichen Steuerzahler in einem angemessenen Verhältnis zum Aufwand stand.
Wer allerdings den Bürokratieabbau auf der einen Seite verkündet, darf auf der anderen Seite nicht neue Belastungen durch zusätzliche Pflichten und immer schärfere Sanktionen schaffen. Die schwarz-rote Bundesregierung muss aufpassen, dass aus der Abschaffung der Papierbonpflicht kein bloßes politisches Ablenkungsmanöver wird, während gleichzeitig neue Vorgaben und Kosten auf die Unternehmen zukommen.
Unser Ziel muss ein einfaches, praxistaugliches und verhältnismäßiges Steuerrecht sein, wie es von der AfD-Fraktion vorgeschlagen wurde. Steuerbetrug muss konsequent bekämpft werden. Ehrliche Unternehmer dürfen jedoch nicht unter Generalverdacht gestellt und mit immer neuen Dokumentations- und Kontrollpflichten überzogen werden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen unsere Betriebe mehr Vertrauen und weniger staatliche Gängelung.“